Filmografie

  • 2009, ARD Vorwurf Kindesverwahrlosung (3) : Das 16. Kind. 45 Min. Kamera: Horst Poness Schnitt: Susanne Schweinheim Redaktion: Wilfried Prill
  • 2009 WDR, Erbensuche – unterwegs mit dem Nachlasspfleger, 30 Min. Kamera: Martin Schomers, Schnitt: Niels Schomers Redaktion: Irmela Hannover. Red. Servicezeit Familie).
  • 2007: Profi fürs Soziale
Ein Portrait des Sozialberaters Felix von Grünberg. WDR FS, 30 Min. Redaktion Irmela Hannover (Servicezeit Familie)
  • 2005 Vorwurf Kindesverwahrlosung II
  • 2004 Das Gericht entscheidet. WDR Menschen hautnah. Ein Film von Sibylle Plogstedt. Zwei Fassungen 45 Min. und 60 Minuten. Kamera: Petra Sattler, Mark Motzko Schnitt: Susanne Schweinheim, Redaktion: Wilfried Prill.
  • 2004 Vorwurf Kindesverwahrlosung.
10 Kinder sollen ins Heim. WDR Menschen hautnah. Zwei Fassungen: 45 Minuten und 60 Minuten. Kamera: Sabine Filser, Schnitt: Susanne Schweinheim, Redaktion: Wilfried Prill 2003
  • Was geschah in der Zelle – Auf den Spuren einer politischen Haft, 45 Minuten. (Regie Peter Sommer, Autorin Sibylle Plogstedt), WDR-dok23 – 23.45 Uhr, WDR Fernsehen. Kamera: Krzysztof Hampel, Schnitt: Susanne Schweinheim, Redaktion: Beate Schlanstein, Gudrun Wolter
  • 2002 Betrifft: Entführt von den Eltern (SWR 43 Min.) Red. Juliane Endres.
  • 1999 Kinderpornographie: Missbrauch mit Kamera und Babyöl. SFB 28’, SFB 25.1.00 22 h 15. Maria Heiderscheidt.
  • 1998 Gegen die neue Sklaverei. Die Nonne Lea Ackermann und die Prostitution. SWF, 45 Minuten. Red. Karin von der Groeben.
  • 1990 Gabriele Kachold, eine Schriftstellerin in Erfurt. SWF 29 Minuten, Red. Hannelore Gaddatsch
  • 1990 „Nach der Mauer auf der Lauer. Was sich im Leben von Westfrauen durch die schnelle Einheit verändert hat“, SFB 45 Minuten. Red. Maria Heiderscheidt. 1987
  • „Allein gegen Sextourismus. Feature über die Arbeit der Ordensschwester Lea Ackermann in Kenia.“ (Zusammen mit Sabine Zurmühl) ZDF 45 Minuten. Red. Michaela Pilters.
  • Weiter: Filmbeiträge für Report Mainz, Frau tv, Servicezeit Familie, 3 Sat, Kind und Kegel usw.

28.1. 2009 18 h 20 – 18 h 50 WDR Servicezeit Familie Reportage</b

Erbensuche – unterwegs mit dem Nachlasspfleger

Ein Mensch ist gestorben. Erst nach Tagen wird er in seiner Wohnung gefunden. Dort herrscht Chaos. Ein Testament ist nicht zu finden, die Vermögensverhältnisse sind ungeklärt. Wer kommt als möglicher Erbe in Frage? Polizei und Mediziner dürfen das alles nicht klären. Deshalb bestellt das Gericht den Bonner Nachlasspfleger Herbert Spoelgen. Er muss Detektivarbeit leisten, vor allem den Besitz in Bonn und auf Mallorca klären. Denn dort besaß der Verstorbene – neben einem Mietshaus in Bonn – die Jazzkneipe Pinte und eine Finca. Die Servicezeit-Reportage begleitet ihn bei seinen Recherchen und klärt darüber auf, wie es sich zu Lebzeiten vermeiden lässt, dass ein Nachlasspfleger überhaupt tätig werden muss.

Kamera: Martin Schomers, Schnitt: Niels Schomers Redaktion: Irmela Hannover

7. Januar 2009, 23.30 Uhr, ARD

Vorwurf Kindesverwahrlosung (3) : Das 16. Kind

Ein Film von Sibylle Plogstedt

16 Kinder hat Gertrud Schmitz inzwischen bekommen und ein Ende ist nicht abzusehen, trotz der vielen Probleme in der Familie. Auch das nächste Baby des Ehepaares aus Bonn hat schlechte Startbedingungen. Die meisten Kinder sind in der Sonderschule, früher waren sie schlecht versorgt und gekleidet, einige wurden vom Jugendamt ins Heim gebracht. Immer wieder haben Gerichte den Eltern das Sorgerecht entzogen. Der Vorwurf: Kindesverwahrlosung.

Frau Schmitz mit einem ihrer Kinder
Großfamilie Schmitz

Rückschläge trotz Hilfsangeboten

Seit einigen Jahren ist der Staat massiv mit Hilfsangeboten in der Familie aktiv. Die Eltern werden bei der Erziehung unterstützt und kontrolliert, Kinder bekommen aufwändige Frühförderungen. Erste Erfolge stellen sich ein, die Kleinen erreichen nun die normale Grundschule. Aber es gibt auch immer wieder Rückschläge. Jetzt steht der Verdacht von sexuellem Missbrauch im Raum. Ein minderjähriger Sohn soll sich an einem kleineren Bruder vergangen haben.

Was tun mit einer Familie, die immer größer wird, obwohl die Verhältnisse schon schwierig genug sind? Was tun mit Eltern, die teilweise uneinsichtig sind? Was tun mit Kindern, die trotzdem am Elternhaus hängen?

Seit fast fünf Jahren beobachtet „Menschen hautnah“-Autorin Sibylle Plogstedt die Familie Schmitz; ihren Kindersegen, ihre hauseigenen Probleme und die Auseinandersetzungen mit dem Jugendamt.

Kamera: Horst Poness Schnitt: Susanne Schweinheim  Redaktion: Wilfried Prill

Wiederholung:  8. Oktober 2008, 22.30 Uhr WDR Menschenhautnah,  10. Oktober 2008, 12.00 – 12.45 Uhr WDR Menschenhautnah,

19.12. 2007 WDR FS 18’20-18’50

Profi fürs Soziale:
Ein Portrait des Sozialberaters Felix von Grünberg

Film von Sibylle Plogstedt, Redaktion Irmela Hannover

Im gefüllten Warteraum des Bonner Rathauses wartet ein junges Ehepaar. Sie haben zu Hause einen Rohrbruch, das Wohnzimmer mit Holzfußboden steht unter Wasser, doch der Vermieter rührt sich nicht. Ihre letzte Hoffnung ist Felix von Grünberg mit seiner kostenlosen Sozialberatung im Bonner Rathaus, die der Vorsitzende des NRW-Mieterbunds seit 35 Jahren durchführt. Felix von Grünberg diktiert sofort Briefe an Behörden in sein Diktaphon – das sein Markenzeichen ist – er verhandelt mit der ARGE und macht Druck bei Vermietern. Z.B. wenn bei dem Deutsch-Russen und Hartz IV-Empfänger Michail Gorodecky wegen 350,-Euro Stromschulden bereits seit 1 ½ Jahren der Strom abgedreht ist. Solche Fälle machen Felix von Grünberg wütend, er geht persönlich zur Arbeitsagentur und verhandelt z.B. eine Ratenzahlung. Von Grünberg hat nach dem Krieg als Flüchtlingskind erfahren, wie es ist in äußerster Armut zu leben und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Das treibt ihn an, seine Freizeit als Kommunalpolitiker nicht in der Stammkneipe, sondern im Einsatz für bedürftige Menschen zu verbringen. Wir begleiten Felix von Grünberg bei seinen Besuchen bei verzweifelten Menschen, sturen Behörden und gewissenlosen Hauseigentümern.

6.9. 2006, 21 h 15 – 22 h 00, 3 Sat

Vorwurf Kindesverwahrlosung II: Das Gericht entscheidet

15. Februar 2006, 22 h 30 – 23 h 30

WDR Menschen hautnah:
Vorwurf Kindesverwahrlosung II:
Das Gericht entscheidet

Ein Film von Sibylle Plogstedt
Langfassung: 60 Minuten, Erstausstrahlung

Vorwurf Kindesverwahrlosung II
Das Gericht entscheidet

Ein Film von Sibylle Plogstedt
Redaktion: Wilfried Prill
Sendung: 21.09.2005, 22.30 – 23.15 Uhr, WDR Fernsehen „Menschen hautnah“
45 Minuten

Seit über einem Jahr streiten in Bonn eine Großfamilie mit 14 Kinder und das Jugendamt um das Sorgerecht und um die Frage, ob die Kinder nicht besser in Heimen als bei ihren Eltern aufgehoben sind. Doch die Eltern sehen das nicht ein.
„Wir bekommen doch nicht so viele Kinder, um sie dann ins Heim zu stecken“, sagt Werner Schmitz, der Vater der Kinder.

Nachbarn hatten sich damals massiv über die Familie beschwert. Die Kinder würden betteln, bekämen nicht genügend zu essen und zu trinken, hätten auch keine ausreichende Kleidung. Seit eine Familienhilfe Eltern und Kinder betreut, hat sich die Versorgung zwar verbessert, aber die Entwicklung der Schmitz-Kinder macht weiterhin große Sorgen.

Tatsächlich können sie im Schulalter kaum lesen, fehlen häufig im Unterricht und sind mental zurück geblieben. Gegen Hilfen von außen wehrte sich die Familie so lange sie konnte. Nur zögernd haben die Schmitz die Hilfe angenommen, auch weil es wohl die letzte Chance vor der Heimeinweisung fast aller Kinder ist. Jetzt wird das Gericht endgültig entscheiden.

Sibylle Plogstedt hat den Kampf der Familie mit den Ämtern und mit den eigenen Problemen weiter beobachtet. Trotz aller Bemühungen spitzt sich der Konflikt zu, auch weil der Vater Mitarbeiter des Jugendamtes massiv bedroht hat. Nun erwartet Gertrud Schmitz noch weitere Kinder, diesmal Zwillinge.

Kamera: Petra Sattler, Mark Motzko
Schnitt: Susanne Schweinheim

Mittwoch, 22. September 2004 22 h 30-23 h 30
WDR Fernsehen, 60 Minuten, (Erstsendung der Langfassung)

Vorwurf Kindesverwahrlosung I:
10 Kinder sollen ins Heim

Wiederholungen und Übernahmen:
3Sat 24.8.05, 21 h

Mittwoch, 30. Juni 2004

Vorwurf Kindesverwahrlosung I
10 Kinder sollen ins Heim

Ein Film von Sibylle Plogstedt

22:30-23.15 Uhr WDR Fersehen, 45 Minuten

Das Ehepaar Schmitz mit seinem Kind Justin. Foto WDR

Nachbarn haben sich massiv beschwert. Die Kinder würden betteln, bekämen nicht genug zu essen und zu trinken, hätten keine ausreichende Kleidung. Das Bonner Jugendamt reagiert und weist zwei Kinder ins Heim ein. Doch die Eltern wehren sich und haben vor Gericht einen Teil-Erfolg.

Die beiden Jungen bleiben im Heim, alle übrigen zunächst zu Hause. Eine schwierige Situation. Wie wird das Wohl der Kinder gewährleistet, wie sollen die Eltern mit den Vorwürfen umgehen, wie weitere Fehler vermeiden, die vor Gericht entscheidend sein können? Tatsächlich können die Kinder im Schulalter kaum lesen, fehlen häufig im Unterricht. Sie sind mental zurück geblieben. Mit 13 Kindern ist die Mutter überlastet. Gegen Hilfen von außen wehrte sich die Familie so lange sie konnte, die Mutter war früher selbst im Heim. Der Vater, er hat gerade eine Stelle als Müllwerker bekommen, unterstützt seine Frau gegenüber dem Jugendamt. „Wir bekommen doch nicht so viele Kinder, um sie dann ins Heim zu stecken“, sagt er.
Ausgelöst durch den Stress hat Frau Schmitz ihr 14. Kind als Frühchen zur Welt gebracht. In dieser angespannten Situation beschließt das Gericht, die Eltern zunächst auf Erziehungsfähigkeit zu testen und verordnet eine sozialpädagogische Familienhilfe. Diesmal haben die Schmitz‘ die Hilfe angenommen, auch weil es wohl die letzte Chance vor der Heimeinweisung fast aller Kinder ist.
Nun wird das Gericht erneut entscheiden. Sibylle Plogstedt gelang es, den Kampf der Familie mit den eigenen Problemen und mit den Ämtern hautnah mit der Kamera zu begleiten.
Der Film existiert in einer 45-und einer 60 Minutenfassung

Kamera: Sabine Filser, Schnitt: Susanne Schweinheim
Redaktion: Wilfried Prill

Wiederholungen und Übernahmen:
ARD Digital, 20. Oktober 2004, 20 h 15; ARD Digitial 21.Oktober 2004, 14 h 15; WDR 24. September 2004, 10 h 15; hr 16. August 2004, 15 h 35; ; Phoenix 15. November 2004, 18 h 30; Phoenix 18. November 2004 8 h 15; Phoenix 13. Dezember 2004, 18 h 30; rbb 25. 7.2005, 20 h 15; rbb 27.7.2005, 10 h

Was geschah in der Zelle – Auf den Spuren einer politischen Haft

Freitag, 5. Dezember 2003

Aufbruch im Osten – Prag 1968
Ein Film von Sibylle Plogstedt und Peter Sommer

WDR-dok 23 – 23.45 Uhr, WDR Fernsehen
Wiederholung: 8. Dezember, ab 10.15 Uhr (WDR Fernsehen)

Was geschah in der Zelle?
Auf den Spuren einer politischen Haft
Als 1968 in der Tschechoslowakei der kurze Prager Frühling blüht, ist die Berliner Studentin Sibylle Plogstedt fasziniert. Immer wieder reist sie an den Ort des Geschehens, wechselt schließlich an die Prager Universität und wird zusammen mit ihrem Lebensgefährten Petr Uhl in der Opposition gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes tätig. 1969 werden die Mitglieder dieser Studentengruppe verhaftet; Sibylle ist vierundzwanzig Jahre alt.
Sie kommt in Haft, für eineinhalb Jahre. Dann willigt sie, ganz gegen ihre ursprüngliche Überzeugung, in ihre Abschiebung ein, zermürbt vor allem vom undurchsichtigen und zerstörerischen Verhalten ihrer Zellengenossin.
Dreißig Jahre lang verfolgen Sibylle Plogstedt diese Erlebnisse, ohne dass sie damit umgehen könnte. Erst nach dem Ende des Ostblocks beschließt sie, sich der Vergangenheit zu stellen und auf Spurensuche zu gehen.
Sie kehrt an die Orte ihres Lebens in Prag zurück, trifft die Kampf- und Leidensgefährten von damals. Hauptsächlich aber gilt ihre Suche Marta, der geheimnisvollen Frau in ihrer Zelle, die ihr immer Gedichte schrieb. War sie psychisch krank oder war sie von der tschechischen Staatssicherheit gegen sie eingesetzt worden? War das, was sie damals so verstört hat, in Wahrheit psychische Folter?
Die Dokumentation „in eigener Sache“ schildert die Reise in eine schwierige und schmerzhafte Vergangenheit und die Suche nach nicht weniger schmerzhaften Antworten und Wahrheiten.

Foto: WDR/Krzysztof Hampel – Auf Spurensuche: Nach über 30 Jahren kehrt Autorin Sibylle Plogstedt (r.) in die Tschechoslowakei zurück und versucht, damalige Mitgefangene zu finden.

Kamera: Krzysztof Hampel
Schnitt: Susanne Schweinheim
Redaktion: Beate Schlanstein, Gudrun Wolter

2002 Betrifft: Entführt von den Eltern (SWR 43 Min.)

Ein Film von Sibylle Plogstedt

Wer im Internet unter dem Stichwort „Mimi“ sucht, wird dort die Suchmeldung nach einem entführten Kind finden. Entführt im Auftrag des Vaters, durchgeführt von der älteren Schwester wurde Mimi im August 1999 von Bonn nach Ägypten gebracht. Seither kämpft die Mutter Sigrid Wicklein einen verzweifelten Kampf. Insgesamt drei Agenten hat sie eingeschaltet, um die Tochter zurückzuholen. Mehr als 150 000 Euro hat sie dafür gezahlt und doch war alles vergeblich. Einmal ist sie in die Hände von Betrügern gefallen. Aber Frau Wicklein gibt sich nicht geschlagen. Sie hat sich mit anderen Müttern und Vätern zusammengeschlossen, deren Kinder ebenfalls in arabische Staaten entführt wurden. Da ist zum Beispiel Volker Kranich aus Worms. Seine beiden Söhne sind von der Mutter im November 2000 nach Kairo entführt worden. Seither ist für den Vater, aber auch für die Großeltern eine Welt zusammen gebrochen. Die Selbsthilfegruppe gibt Erfahrungen weiter.
Zunächst einmal geht es um die Unterstützung durch deutsche Behörden. Frauke Sonnenburgs kleine Tochter Amina ist bereits seit August 1997 fort. Doch auch ihre beiden später geborenen Kinder können diesen Verlust nicht ersetzen. Die Mutter sucht zunächst einmal diplomatische Hilfe, um in Algerien herauszufinden, wo ihre Tochter überhaupt hingebracht wurde. Einen juristischen Anspruch, die Tochter zurück zu bekommen haben diese Eltern zwar in Deutschland, aber Sorgerechtsurteile aus Deutschland werden von Gerichten in arabischen Staaten nicht anerkannt. Keiner außer der Türkei hat das Haager Abkommen, das Kindesentzug als Entführung definiert, unterschrieben. Die muslimischen Glaubensvorschriften sehen vor, dass das Kind eines muslimischen Partners nach der Trennung muslimisch erzogen werden muss. Spätestens wenn ein christlicher Lebenspartner auftaucht, kann es passieren, dass die Kinder von den Müttern weggeholt werden, selbst wenn diese zu Zeiten ihrer Ehe zum muslimischen Glauben konvertiert waren. Selbst Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt vor gemischten Ehen. Und so greifen immer mehr Elternteile zur Selbsthilfe mit Agenten. Und in Deutschland sind bereits eine Reihe von Müttern nach ihrer Trennung vom muslimischen Partner präventiv mit ihren Kindern untergetaucht, um zu verhindern dass der muslimische Vater mit dem Kind auf immer im Iran, in Ägypten oder in Algerien verschwindet. Der Preis des Untertauchens aber ist eine jahrelange Angst, der Ex-Partner könnte sie doch noch finden oder sie vor einem deutschen Gericht wegen Kindesentzugs anklagen.

Kamera: Siggi Maier
Redaktion: Juliane Endres

Wiederholungen und Übernahmen u.a.:
Phoenix 10 Dezember 2003, 20 h 15, Phoenix 11. Dezemer 2003, 7 h 30

Erstsendung: SFB 25.1.00 22 h 15

1999 Kinderpornographie: Missbrauch mit Kamera und Babyöl. SFB 28 Minuten

Ein Film von Sibylle Plogstedt

Von Kinderpornografie ist inzwischen fast täglich zu lesen, doch wer sind die Täter und was bewegt die Opfer? In dem Film von Sibylle Plogstedt kommen Männer zu Wort, die auf den ersten Blick liebenswürdig wirken. Kindlich geblieben, haben sie es nicht erlernt, Grenzen zu akzeptieren. Sie eignen sich an, was sie sexuell erregt: Die eigenen Kinder oder die ihrer Partnerinnen. Täter sind Eltern, welche die Fotos ihrer Kinder verkaufen und sie schon als Babys zum Geschlechtsverkehr an Erwachsene vermieten. Betroffene berichten, wie sie für ein Foto oder einen Film den Geschlechtsverkehr mit einem Bruder nachstellen mussten und dass sie in frühester Kindheit zu sexuellen Kontakten mit Tieren gezwungen wurden. Sie erzählen, wie die eigenen Mutter kooperiert und ihr Kind stundenweise verliehen und dabei dem Kunden erklärt habe, wie das Babyöl anzuwenden sei. Und während all das geschah, starb ein Teil des Kindes innerlich vor Angst, spaltete ganze Anteile von sich ab. Zurück bleiben Menschen, die im besten Fall überlebt haben, dessen Liebes- und Beziehungsunfähigkeit sie ein Leben lang quält. An der Grenze zur Armut kämpfen die Opfer darum, dass das Furchtbare, über das sie berichten, ihnen endlich geglaubt wird. Ihre Opfer wagen es nicht, zur Polizei zu gehen: Die Allmacht der Täter steht ihnen bis heute vor Augen.

Kinderpornographie beginnt wie der Drogenhandel mit dem Eigenkonsum. Über den Handel mit Bildern und Filmen und den von Kindern selbst, reicht er bis zum Training von Kindern in Sekten für die Prostitution. Weltweit wird der Umsatz mit Kindesmissbrauch auf 500 Milliarden Mark geschätzt, fast risikolos verdientes Geld. 1742 Fälle von Besitz Kinderpornographie hat das Bundeskriminalamt 1998 festgestellt. Für jedes Foto wurde ein Kind solange vergewaltigt, bis die Aufnahmen ohne Widerstand möglich wurden.

Kamera: André Böhm
Schnitt: Ingo Grigoleit
Produktion: Undine Simmang, Kopp-Film
Redaktion: Maria Heiderscheidt

2002 Betrifft: Entführt von den Eltern (SWR 43 Min.)

Ein Film von Sibylle Plogstedt

Wer im Internet unter dem Stichwort „Mimi“ sucht, wird dort die Suchmeldung nach einem entführten Kind finden. Entführt im Auftrag des Vaters, durchgeführt von der älteren Schwester wurde Mimi im August 1999 von Bonn nach Ägypten gebracht. Seither kämpft die Mutter Sigrid Wicklein einen verzweifelten Kampf. Insgesamt drei Agenten hat sie eingeschaltet, um die Tochter zurückzuholen. Mehr als 150 000 Euro hat sie dafür gezahlt und doch war alles vergeblich. Einmal ist sie in die Hände von Betrügern gefallen. Aber Frau Wicklein gibt sich nicht geschlagen. Sie hat sich mit anderen Müttern und Vätern zusammengeschlossen, deren Kinder ebenfalls in arabische Staaten entführt wurden. Da ist zum Beispiel Volker Kranich aus Worms. Seine beiden Söhne sind von der Mutter im November 2000 nach Kairo entführt worden. Seither ist für den Vater, aber auch für die Großeltern eine Welt zusammen gebrochen. Die Selbsthilfegruppe gibt Erfahrungen weiter.
Zunächst einmal geht es um die Unterstützung durch deutsche Behörden. Frauke Sonnenburgs kleine Tochter Amina ist bereits seit August 1997 fort. Doch auch ihre beiden später geborenen Kinder können diesen Verlust nicht ersetzen. Die Mutter sucht zunächst einmal diplomatische Hilfe, um in Algerien herauszufinden, wo ihre Tochter überhaupt hingebracht wurde. Einen juristischen Anspruch, die Tochter zurück zu bekommen haben diese Eltern zwar in Deutschland, aber Sorgerechtsurteile aus Deutschland werden von Gerichten in arabischen Staaten nicht anerkannt. Keiner außer der Türkei hat das Haager Abkommen, das Kindesentzug als Entführung definiert, unterschrieben. Die muslimischen Glaubensvorschriften sehen vor, dass das Kind eines muslimischen Partners nach der Trennung muslimisch erzogen werden muss. Spätestens wenn ein christlicher Lebenspartner auftaucht, kann es passieren, dass die Kinder von den Müttern weggeholt werden, selbst wenn diese zu Zeiten ihrer Ehe zum muslimischen Glauben konvertiert waren. Selbst Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt vor gemischten Ehen. Und so greifen immer mehr Elternteile zur Selbsthilfe mit Agenten. Und in Deutschland sind bereits eine Reihe von Müttern nach ihrer Trennung vom muslimischen Partner präventiv mit ihren Kindern untergetaucht, um zu verhindern dass der muslimische Vater mit dem Kind auf immer im Iran, in Ägypten oder in Algerien verschwindet. Der Preis des Untertauchens aber ist eine jahrelange Angst, der Ex-Partner könnte sie doch noch finden oder sie vor einem deutschen Gericht wegen Kindesentzugs anklagen.

Kamera: Siggi Maier
Redaktion: Juliane Endres

Wiederholungen und Übernahmen u.a.:
Phoenix 10 Dezember 2003, 20 h 15, Phoenix 11. Dezemer 2003, 7 h 30

Wiederaufführung

Montag, 9.11.2009 um 18 Uhr: Frauenmuseum Bonn

Wir zeigen den Film „Nach der Mauer, auf der Lauer – was die schnelle Einheit für die Frauen bedeutet“, von Dr. Sibylle Plogstedt. 1990, SFB, 45 Min. Diskussion mit der Filmemacherin über ein – aus heutiger Sicht – peinliches Dokument der Frauenbewegung… Ort: Frauenmuseum, Im Krausfeld 10, 53111 Bonn

Weitere Filme von Sibylle Plogstedt:

1998 Gegen die neue Sklaverei. Die Nonne Lea Ackermann und die Prostitution. SWF, 45 Minuten

1990 Gabriele Kachold, eine Schriftstellerin in Erfurt. SWF 29 Minuten

1990 „Nach der Mauer auf der Lauer. Was sich im Leben von Westfrauen durch die schnelle Einheit verändert hat“, SFB 45 Minuten

1987 „Allein gegen Sextourismus. Feature über die Arbeit der Ordensschwester Lea Ackermann in Kenia.“ (Zusammen mit Sabine Zurmühl) ZDF 45 Minuten.

Sowie: Kurzbeiträge für die Magazine Servicezeit Familie, Frau tv und Report.

News

17.6.20 Kloster der Dominikanerinnen, Wettenhausen

Klostercampus Vortrag Weißt du noch? Geschichten und Geschichte zum Archiv der unveröffentlichten Texte

02.5.2020 Vortrag Hoheneck, Stollberg

Vortrag Frauen in politischer Haft Hoheneck, ehemaliges Zuchthaus der DDR für Frauen

E-Books

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